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Themen aus 2017

Plagiatoren-Jägerin wegen Verleumdung vor Gericht Debora Weber-Wulff, Professorin an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Technik, bei VroniPlag unter dem Namen Wise Women bekannt, hat in Deutschland als Plagiatoren-Jägerin große Berühmtheit erlangt. Dies mag der Grund gewesen sein, warum Professor Alexander Lerchl von der privaten Jacobs Universität in Bremen, Deutschlands bedeutendster Strahlenschützer im Sinn des Wortes, sich an sie wandte, um mit ihrer Hilfe seiner seit 2007 nicht besonders erfolgreich laufende Kampagne gegen die REFLEX-Studie neuen Schwung zu verleihen.

WLAN - ein Experiment auf Kosten der Gesellschaft Im Gegensatz zu Deutschland wird die WLAN-Installation in Schulen und Kindergärten in andern Ländern zumindest kritisch gesehen, wenn sie nicht sogar verboten ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät wenigstens zur Vorsicht. WLAN-Zugangspunkte sollten nicht im Schlaf- oder Kinderzimmer zu installiert und Schulklassen nicht über Funk, sondern über Kabel an das Internet angebunden werden. Dies führte zu einer Abnahme der Strahlenbelastung, was immerhin beruhige, selbst wenn sich in Zukunft kein einziger Verdacht auf ein gesundheitliches Risiko bestätigen sollte.

Prof. Leszczynskis Kritik an der WHO Professor Dariusz Leszczynski hat als international anerkannter Experte im Bereich der Mobilfunkforschung die seit Jahren laufenden Bemühungen der WHO bei der Erstellung von Umwelt- und Gesundheitskriterien für den Umgang mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern einer begründeten Kritik unterzogen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die WHO für dieses Dokument nur den Namen zur Verfügung stellt, der Inhalt jedoch von der Internationalen Kommission zum Schutze vor nicht-ionisierenden Strahlen (ICNIRP) vorgegeben wird. Die ICNIRP ist ein der Mobilfunkindustrie nahestehender privater Verein, der sich anmaßt, darüber zu entscheiden, was im Bereich der Mobilfunkforschung gesichertes Wissen ist und was nicht. Das vorgesehene Dokument, das 2018 oder 2019 publiziert werden soll und damit seit 10 Jahren überfällig ist, wird zum Zeitpunkt der Publikation weitgehend bedeutungslos sein, weil die Technologien (G3 und G4), die darin behandelt werden, durch eine völlig anders geartete Mobilfunkgeneration (G5) dann gerade ersetzt werden.

Bericht von der Science & Wireless 2016 Das wichtigste Thema der Konferenz betraf die bevorstehende Einführung der revolutionären G5-Technologie, deren Strahlung nicht mehr in das Hirn der Mobilfunknutzer eindringt, sondern gänzlich von der Haut absorbiert wird. Dariusz Leszczynski kritisiert in seinem Bericht, dass die Veranstalter allen Ernstes erwägen, diesen Vorteil der neuen Technologie dazu benutzen wollen, um die bereits jetzt viel zu hohen Grenzwerte weiter zu erhöhen. Sie setzen dabei voraus, dass der Haut ähnlich wie den Extremitäten eine höhere Strahlenbelastung als Kopf und Rumpf zugemutet werden kann. Dies mag richtig sein, berücksichtigt aber keines der grundsätzlichen Probleme.

Lerchl wieder vor Gericht gescheitert Alexander Lerchl hat beim Landgericht Bremen die gegen mich gerichtete einstweilige Verfügung offensichtlich in völliger Verkennung der von ihm selbst geschaffenen Realitäten beantragt. Um den Mangel an Fakten, die er benötigt hätte, um das Gericht davon zu überzeugen, dass ihm Unrecht geschehen sei, auszugleichen, legte er ihm stattdessen eine eidesstattliche Versicherung vor, die nachweislich falsch ist. Die Behauptung, er führe keine Verleumdungskampagne gegen die REFLEX-Studie und habe auch nicht die Geschichte erfunden, dass die im Rahmen dieser Studie zu Tage getretenen Ergebnisse gefälscht seien, klingt schon angesichts der wenigen in diesem Bericht erwähnten Tatsachen geradezu grotesk.

Prof. Leszczynskis Kritik an der WHO